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Kurfürstenhaus Geschichte |
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Das Kurfürstenhaus befindet sich im
Nikolaiviertel zwischen Poststraße und Spreeufer. Das Gebäude bekam seinen Namen von den
Hohenzollern-Verehrern, weil der Landesherr für kurze Zeit hier einzog. Kurfürst Johann Sigismund (1572 1619) hatte am 22. November 1619 als kranker Mann, einmalig in dieser Dynastie, freiwillig die Regierungsgewalt an seinen Sohn abgegeben, geplagt von abergläubischer Furcht vor der Weißen Frau im Schloss", Zeitgenossen sahen eine Sinnesverwirrung. Sigismund zog zu seinem Kammerdiener Anton Freytag in die Poststraße 4 und starb 23. Dezember 1619 hier. Noch bis 1916 war das Sterbezimmer mit der vom Kammerdiener gestifteten bronzenen Gedenktafel im damaligen Café Boretius zu besichtigen. Mit der Schließung des Hohenzollern-Museums zwischen 1918 1920 verschwand dieses Andenken an den lebenslustigen Kurfürsten. Das vermutlich Anfang des 17. Jahrhunderts an Stelle eines mittelalterlichen Baues errichtete oder als Umbau des Vorgängers entstandene zweigeschossige Haus mit einem hofseitigen Treppenturm wurde im 18. Jahrhundert barock umgebaut und aufgestockt. Das Erdgeschoß erhielt um die Wende zum 19. Jahrhundert Ladeneinbauten. 1922 bezog man das Grundstück Nr. 4 in das Kaufhaus Poststraße 5 mit ein. |