Kaiser-Wilhelm-Akademie

Mitte (Oranienburger Vorstadt),
Scharnhorststraße 36/37/Invalidenstraße 48/49.

Das Gebäude entstand von 1905 bis 1910 nach Plänen des Architekturbüros Cremer & Wolffenstein (Wilhelm  Kontext: Cremer, Wilhelm Albert Cremer, Richard  Kontext: Wolffenstein, Richard Wolffenstein). Die Gestaltung erfolgte auf Wunsch Wilhelms II. im neobarocken Stil. Für die bildhauerischen Arbeiten wurden Otto  Kontext: Lessing, Otto Lessing, Max Klein (1847–1908) und Albert August Karl Manthe (* 1847) herangezogen. Die Kaiser-Wilhelm-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen war am 2. 8. 1795 als chirurgische Pépinière gegründet worden und hatte zuvor an verschiedenen Orten ihren Sitz, so in der Taubenstraße 29, ab 1804 in der Dorotheenstraße 7 (zuvor Letzte Straße 1/2) und ab 1824 in der Friedrichstraße 139/141. Seit 1817 hatte sie den Namen Medizinisch-chirurgisches Friedrich-Wilhelm-Institut geführt. Der Neubau, für den das  Kontext: Invalidenhaus Invalidenhaus einen Teil seines Gartens abtreten mußte, besteht aus vier Gebäudeteilen, die einen parkähnlichen Innenhof umschließen. Dazu gehörte ein Internatstrakt für 300 Studenten, ein Laboratoriumsgebäude, das Hörsaalgbäude an der Scharnhorststraße und das Hauptgebäude an der Invalidenstraße. In der DDR erfolgten bauliche Veränderungen, da der Komplex als Regierungs- und Diplomatenkrankenhaus genutzt wurde. 1996 begann der Umbau für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das zudem das benachbarte Invalidenhaus mit einem Ergänzungsbau nutzt. Der Gebäudekomplex ist denkmalgeschützt. Eine Gedenktafel ist der Nutzung als K. gewidmet.

 

© Edition Luisenstadt, 2002
Stand: 19. Mrz. 2002
Berliner Bezirkslexikon, Mitte
www.berlingeschichte.de/Lexikon/Index.html