Wohnanlage Horstweg

, BWV
Charlottenburg,
wurde 1907 bis 1909 nach den Entwürfen des Architekten Paul  Kontext zu: Mebes PaulMebes im Auftrag des Beamten-Wohnungs-Vereins zu Berlin e.G. (BWV) errichtet.

Dia-Serie Wohnanlage Horstweg Die Anlage zwischen Sophie-Charlotten-Straße 75, Horstweg 14-23 und Danckelmannstraße23 (1. Bauabschnitt), Danckelmannstraße 39c, Horstweg 10-13a, Vereinsweg 1-7 und Wundtstraße 6-8 (2. Bauabschnitt) am Südrand zweier Baublöcke errichtet, besteht aus fünfgeschossigen gelb-grauen Putzbauten mit flach geneigten Walmdächern. Die Dächer sind teilweise durch ein Schleppgaupenband gekennzeichnet. Eine Gestaltung der Fassade wird durch abgerundete Erkervorbauten als vertikal verlaufendes Element erzielt. Sie sind mit ornamentalen Schmuckformen versehen. Verzierte Gurtgesimse gliedern die Fassade als horizontal verlaufendes Element. Der Sockel besteht aus gefugtem Ziegelmauerwerk. Der 1. (westliche) Bauabschnitt ist als Blockrandbebauung ausgeführt, die an der Längsseite zweimal unterbrochen wird. Hier sind die Gebäude um zwei begrünte 31 m tiefe und 19 m breite Straßenhöfe herumgezogen. Durch diese Anordnung entstehen im Inneren drei geschlossene Wirtschaftshöfe. Sämtliche Gebäude (zwölf aneinander gereihte Häuser) sind Vorderhäuser mit Ausrichtung zur Straße oder zum Straßenhof. Die Wohnungen verfügen alle über ein Bad, Loggia oder Balkon. Der 2. (östliche) Bauabschnitt ist an der Längsseite einmal unterbrochen und um einen Straßenhof herumgeführt. In Verlängerung des südöstlich abknickenden Horstweges führt der Vereinsweg (Privatstraße) durch einen begrünten Hof zur Wundtstraße. Insgesamt verfügt die Anlage über 340 Wohnungen. Dabei handelt es sich um 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen. An der Wundtstraße befinden sich zwei Ladenwohnungen. 1971 wurde die Anlage mit Zentralheizung ausgestattet. Die W. steht als Denkmalbereich unter Denkmalschutz.

Quellen und weiterführende Literatur:
Literatur[ BuB IV Bd. A und B ]

 

© Edition Luisenstadt, 2005    Stand: 3. Jan. 2005
Berliner Bezirkslexikon, Charlottenburg-Wilmersdorf
www.berlingeschichte.de/Lexikon