Heizkraftwerk Klingenberg
Kontext: Klingenberg, Ernst GeorgKlingenberg, Ernst Georg


Inschriften:


1. Tafel

GESAMTAUSFÜHRUNG /
DES KRAFTWERKES IM AUFTRAGE /
DER BERLINER STÄDTISCHEN /
ELEKTRIZITÄTS-WERKE A.G. /
DURCH DIE /
ALLGEMEINE ELEKTRICITÄTS-GESELLSCHAFT /
BERLIN /
LEISTUNG IM ERSTEN AUSBAU /
270 000 KW. /
BAUBEGINN 15. SEPT. 1925 /
INBETRIEBNAHME 19. DEZ. 1926

2. Tafel
Inschrift einer Tafel innerhalb des Kraftwerkes mit einem Porträt von Klingenberg nach links blickend:

GEORG /
KLINGENBERG

3. Tafel

Rekonstruktion und Neubau des /
Heizkraftwerkes Rummelsburg /
Für die architektonische Gestaltung /
erhielt das Kollektiv /
Lothar Arzt Volker Barthmus /
Dörthe Kothe /
Egon Mahnkopf Günter Ulbricht /
den Architekturpreis /
der Hauptstadt der DDR, Berlin /
1988

Technische Details: 1. Tafel: Schwarze Metalltafel, 2. Tafel Bronzetafel

Standort:
Köpenicker Chaussee 42–45
Ortsteil Rummelsburg
Verkehrsanbindung S 3 bis Rummelsburg

Heizkraftwerk Klingenberg In gerade 15 Monaten wurde nach Entwürfen der Architekten ®Walter Klingenberg und ®Werner Issel dieses Kraftwerk errichtet. Es erhielt am 14.5.1927 den Namen des Elektroingenieurs und Direktors der AEG ®Georg Klingenberg, der diesen Kraftwerksbau initiiert hatte. G. Klingenberg hatte insgesamt den Bau von rund 70 Werken angeregt bzw. beaufsichtigt. Darunter befindet sich auch das Umspannwerk in Charlottenburg, das er gemeinsam mit W. Issel 1922 konzipierte. Die Tafel mit seinem Profilrelief war 1978 abgenommen worden. Nach der Umgestaltung des Betriebes zu einem Heizkraftwerk wurde sie - gemeinsam mit der anderen Tafel - erneut eingeweiht. 1960 fanden bereits zur Umstellung auf neue Energieträger beträchtliche Umbauten statt.

Einweihung 1988

Bemerkungen:
Die zweite Tafel mit dem Porträt von ®G. Klingenberg wurde vermutlich anlässlich der Namensgebung für das Kraftwerk am 14.5.1927 eingeweiht.

Literaturhinweise
Berliner Zeitung vom 25.2.1995
Berliner Zeitung vom 21.3.1995
Curter, Maria: Ein Kraftwerksbauer. In: Berlinische Monatsschrift. Erscheint in der Edition Luisenstadt Berlin, Hrsg. Ernst Goder, Hans-Jürgen Mende, Karl-Heinz Müller, Gerald Nußmann und Kurt Wernicke, 9. Jg. Heft vom 22.9.2000
Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin. Im Bereich Dokumentation und Publikation, Leitung Horst Vysek, bearbeitet von Horst Büttner, Joachim Fait, Helmut Spielmann, Heinrich Trost. Gesamtredaktion Heinrich Trost. Herausgegeben vom Institut für Denkmalpflege der DDR. Bd.II, Berlin 1987
Architekturführer Berlin von Martin Wörner, Doris Mollenschott und Karl-Heinz Hüter. Mit einer Einleitung von Wolfgang Schäche. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1994
Overesch, Manfred/Saal, Friedrich Wilhelm: Die Weimarer Republik. Eine Tageschronik der Politik, Wirtschaft und Kultur, Augsburg 1992
Amtsblatt Nr. 31/2002 vom 05.07.2002


© Edition Luisenstadt, 1998 - 2003         Stand:        www.berlin-geschichte.de